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Fehler #2: Frauenförderung ist Diversity Management

Keine Frage, die Förderung von Frauen in Führungspositionen und alle damit zusammenhängenden Themen sind wichtig. Alleine aus rein wirtschaftlichen Gründen ist das Bergen von Talenten aus der weiblichen Bevölkerung aufgrund des demographischen Wandels enorm wichtig. Zu viele Frauen sagen heute noch „nein“ zu Karriere, weil sie sich in der männerdominierten Unternehmenswelt nicht wohl fühlen.

Angetrieben von einer hitzigen Debatte von drei Damen aus der Bundesregierung wurde in den vergangenen Monaten das Thema „Frauen in Führungspositionen“ groß auf die Agenda geschrieben.

Es ist aber nicht nur die Diskussion um die Frauenquote, die Unternehmen aktiv die Förderung von Frauen betreiben lässt. Viele Unternehmen haben seit vielen Jahren Initiativen für Frauen gestartet und sind auf diesen Gebieten vorbildlich.

Das Erschreckende ist, dass sehr viele Unternehmen Frauenförderung machen, es aber Diversity Management nennen. Das belegen auch Umfragen wie die von Synergy Consult und dem Völklinger Kreis.

Ist Frauenförderung Diversity Management?

Ich sage nein. Diversity Management ist viel mehr als Frauenförderung. Diversity Management muss ganzheitlich sein. Es berücksichtigt alle Aspekte von Geschlecht, Alter, Behinderung, geschlechtlicher Identität, Herkunft, sexueller Orientierung sowie Religion und Weltanschauung.

Umfassendes Diversity Management setzt Schwerpunkte, aber grenzt nicht aus. Konkret heißt das, dass sich diese Unternehmen in den unterschiedlichen Themen engagieren, auch in den augenscheinlich „schwierigen“ Themen wie sexuelle Orientierung oder Behinderung.

Diversity Management ist Teil der Unternehmensstrategie und geht in die DNA des Unternehmens und der Belegschaft über. Das heißt konkret, dass es nicht nur um Personalmarketing oder Personalbindung geht, sondern auch Unternehmensbereiche wie Kommunikation, Marketing, Vertrieb, CSR u.v.m. Diversity verstanden haben und anwenden.

Unternehmen, die nur Frauenförderung machen, haben 49% der Gesellschaft und meist fast 75% der eigenen Belegschaft gegen sich. Unternehmen, die ganzheitliches Diversity Management betreiben, haben 100% der Belegschaft hinter sich und sind erfolgreich am Markt.

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